Staff Benda Bilili (Kongo)
13. August 2011 20.00 Uhr
Support: Lolonyo (Detmold)
Staff Benda Bilili heißt die einzigartige Formation aus dem Centre Ville von Kinshasa
der Hauptstadt Demokratischen Republik Kongo. Sie leben dort unter freiem Himmel und einige der polioerkrankten Musiker bewegten sich auf selbstgebauten Rollstühlen fort. Der afrikanische Soul von Staff Benda Bilili ist geradezu hypnotisierend, tief in der kongolesischen Rumba verwurzelt, lässt er Rhythm‘n‘Blues, Reggae und kubanische Nonchalence anklingen. Vier ältere Sänger/Gitarristen sind das Herz der Band. Eine jüngere Rhythmusgruppe hämmert dazu dichte Beats und über alldem erklingen die rasenden Solos auf einer Satongé, einer Blechbüchsen-Gitarre, die mit nur einer Saite gespielt wird.
Staff Benda Bilili sehen sich selbst als Journalisten und Troubadoure der Straßen von Kinshasa. Ihre Songs dokumentieren die Ereignisse des Alltags aus einer Hauptstadt, in der es mehr als 40 000 Straßenkinder, darunter auch ehemalige Kindersoldaten gibt, die vor Armut und Gewalt in ihren zweitstärkste Gruppe, die sich gegenseitig und selbstbewusst über ihre Plateforme genannte Selbsthilfeorganisation unterstützen.
Benda Bilili! - der Film ca 22.00 Uhr
Der Film Benda Bilili! vom Regieteam Renaud Barret und Florent de La Tullaye folgt der Band „Staff Benda Bilili“ aus Kinshasa. Vor fünf Jahren trafen die Regisseure in den Straßen Kinshasas auf »Papa« Ricky Likabu, Coco Ngambali und ihre polioversehrten Freunde und sahen bei den ersten Proben im Park zu. Die Filmemacher begleiteten die Musiker, deren Schicksal wie eine Ansammlung von Klischees klingt 5 Jahre lang. Obdachlos und behindert in einem afrikanischen Land, das sich kaum vom Bürgerkrieg erholt.
Nun feiert »Staff Benda Bilili« Triumphe auf der ganzen Welt. Die Filmemacher waren bei allen Schicksalswenden dabei. Ihr 2010 in Cannes umjubelter Musikfilm ist das herzergreifende Zeugnis des unerschütterlichen Glaubens der Musiker an die eigene Kraft. Eines Glaubens, der über widrigste Umstände siegt und zeigt, dass Musik den Himmel aufschließt – eine »Lektion fürs Leben« LE MONDE



