nand | Deutschland

Seine Songs heißen „Wohlfühlen“ oder „Aperol Spritz“ und verzeichnen Millionen Streams auf Spotify. Ferdinand Kirch aka nand gehört zu den Neuentdeckungen des Pop-Jahres: Mit 80er-infiziertem Synthpop, sanften Clubbeats, Trompeten-Lines und deutschen Vocals setzt er in bester DIY-Manier eigene Akzente.

Ferdinand Kirch alias nand. 23 Jahre alt. Musik ist schon früh Thema im Hause Kirch. Mama singt viel, Papa spielt viel Gitarre. Mit 9 Jahren nimmt der junge nand bereits Trompetenunterricht. Mit 10 Jahren zusätzlich Klavierunterricht. Folgerichtig während der Schulzeit in Bigband und Orchester aktiv. Beschäftigt sich in jungen Jahren intensiv mit klassischer Musik, verschiebt sein Interesse in der Pubertät Richtung House, Elektro und Rap. Erweitert auf der Uni, inspiriert vom ‚arty‘ Umfeld seines Architektur-Studiums, seinen Horizont Richtung NDW, Soundwave und vor allem Synthpop. Progressive und internationale Musik stehen auch hoch im Kurs. Er saugt das alles auf, kann kaum genug bekommen von neuen Genres und Styles. Beginnt mit 16 auf dem heimischen iMac der Eltern erstmals Musik zu produzieren. Vom ersten Versuch an sehr vielfältig: Von Klavierstücken bis hin zu Dark Techno Beats, Trapbeats, Soundwave, RnB, Soul, usw. Hier zeigt sich, was sich an den Kevin Parkers (Tame Impala) und den James Blakes schon ablesen ließ: Mit der Digitalisierung wuchs eine Generation von Artists und Produzenten heran, die den vielseitigen Musikkatalog der menschlichen Geschichte seit frühester Kindheit aufsogen konnten. Musikalische Früherziehung, die digitalen Zugangsmöglichkeiten und die modernen Sequencer-Programme machen es möglich, dass Anfang 20-Jährige so erstaunlich präzise, vielseitig und authentisch in unterschiedlichen Genres produzieren können.

Während des Studiums entdeckt nand dann auch seine Stimme, beginnt eigene Texte einzusingen, erarbeitet sich das Knowhow des Vocalrecordings und das Selbstbewusstsein erste eigene Songs im Freundeskreis zu zeigen. Das geschulte Gehör hilft natürlich, vielleicht auch die Tatsache, dass er Trompete inzwischen auf Profiniveau spielt, jedenfalls trifft nand auch beim Singen die Töne. Heraus kommen charmante, deutschsprachige Electropop-Tunes mit 80er-Synths, subtilen Clubbeats und unwiderstehlichen Hooks, die direkt in Herz und Beine fahren.

Foto © Patrick Schroll

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